Photovoltaik-Pavillon

Ortner & Ortner Baukunst, Schnepp · Renou · Photovoltaik-Pavillon
Schnepp · Renou

Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde nach einer sinnfälligen Symbiose zwischen einem Pavillon als Gebäude und der Integrierung von 300 qm Photovoltaik als technischer Anlage gesucht.
So wie die Photovoltaiktechnologie mittels ökologischer Stromgewinnung einen Mehrwert für die Gesellschaft generiert, soll der Pavillon mittels seiner Positions- und Funktionszuweisung einen Mehrwert für den Campus generieren. Wichtig ist uns, dass die Photovoltaik erlebbar, sichtbar und mit gewissem Selbstverständnis ihren Platz am Gebäude einnimmt. Als „Raumarbeiter“ positionieren wir das Volumen im Osten - direkt parallel zur internen Erschließungsstraße und an der einzig ungefassten Stelle des Campus und verweisen damit die Besucherparkplätze in die zweite Reihe.
Das neue Gebäude flankiert den Raum vor dem Hauptgebäude im Osten, wie der Annex II dies zukünftig im Westen übernimmt, so dass Terrasse und Campuswiese eine bauliche Fassung erhalten, um als Herzstück des Areals überhaupt lesbar zu werden. Das offene Gebäude ist eine einfache Betonkonstruktion von 41,15 m Länge, 7,35 m Breite und einer lichten Höhe von 4,00 m, leicht über dem Geländeniveau schwebend. Erschlossen wird der Pavillon über einen Treppenblock, ergänzt um einen 1,20 m breiten, behindertengerechten Steg. Die Photovoltaik wird verfremdet, abstrahiert und fassadenfein gemacht:

Die Materialhaftigkeit dünner, untereinander verschalteter Kupferbänder innerhalb eines Glas-Glas-Dünnschichtmoduls inszenieren wir zum „Vorhang“ für den Pavillon. Eine neue Technologie,ein 1 cm breites (endloses) Kupferband, wird zur Photozelle verarbeitet (CISCuT Kupfer/Indium/Disulfid)
und nach architektonischen Anforderungen flexibel zu Dünnschichtmodulen verschaltet und als Glas/Glas-Modul bereitgestellt. Diese Technologie zeichnet sich durch die Verarbeitung von diffusen Lichtsituationen aus, so dass ein Einsatz umlaufend auch an der Nordfassade sinnfällig ist.
Im Abstand von 1,05 m umlaufen die 1,05 m breiten und 3,95 m hohen, gerahmten Elemente komplett den Pavillon; sie sind zwischen Bodenplatte und Deckenplatte mit Schattenfuge aussenwandbündig eingespannt und verankert. Die im gleichmäßigen Rhythmus umlaufenden Photovoltaik-Fassadenelemente sichern Abstraktion im Erscheinungsbild; nach Außen erscheinen die Elemente anthrazitfarben, nach Innen leuchten sie kupferfarben. Zusätzlichen Wetterschutz bieten die gläsernen Aluminium-Einhangelemente, die sich an den Längsseiten auf die mittleren 3 von 5 Achsfeldern verteilen. Sie positionieren sich direkt zwischen den Photovoltaikelementen, aber durch ihre Versetzung nach bleiben sie in der zweiten Reihe. Mit seinen Meterschritten in der Fassade wird der Pavillon zum "Maßstab", zum Werkzeug, das sich ins Gelände legt. Nach innen entsteht Raum, nicht temperiert, aber einigermaßen wettergeschützt; eine bespielbare Fläche, die durch das Changierende des Kupfers fast stofflich wird. Zusätzlich zur Fassade wird die Fläche, die sich oberhalb der Stützen als ganz leichtes Satteldach abbildet, mit einem Dachdichtungssystem mit integrierten Photovoltaik-Dünnschichtmodulen bestückt (System Alwitra Evalon Solar).

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Beleuchtet wird der Pavillon über 12 drehbare Strahler, die über Deckenauslässe jeweils entlang der Längsachse des Gebäudes positioniert sind. Gesicherte Steckdosen sind jeweils an den Innenseiten der Stützen vorgesehen. Im nördlichen Bereich der Grundfläche nimmt mittig eine Box den Elt-Verteiler und die Wechselrichter der PV-Anlage auf und generiert zusätzlichen Lagerraum.

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Bei der Box ging es darum, ein möglichst serielles, dem Bau verbundenes Objekt zu verbauen - die Europalette. Dieses Element sollte sich auch in den Ausstellungstafeln wiederfinden. Der Pavillon ist mit seinem abstrakten Erscheinungsbild ein Sonderling auf dem Campus und soll auch durch Sondernutzungen erobert werden. Als Angebot an die Studenten aller Fachgebiete soll er übergreifend fungieren; zu wechselnden Ausstellungen und Rauminstallationen anstiften;
auffordern, sich dort zu versammeln, zu diskutieren, zu feiern und Sommercamps abzuhalten.

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Im Rahmen eines Wettbewerbes wurde nach einer sinnfälligen Symbiose zwischen einem Pavillon als
Gebäude und der Integrierung von 300 qm Photovoltaik als technischer Anlage gesucht.
So wie die Photovoltaiktechnologie mittels ökologischer Stromgewinnung einen Mehrwert für die
Gesellschaft generiert, generiert der Pavillon als „Raumarbeiter“ mittels seiner Positions- und
Funktionszuweisung einen Mehrwert für den Campus.
Wichtig war, dass die Photovoltaik erlebbar, sichtbar und mit Selbstverständnis ihren Platz am Gebäude einnimmt.

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Für den Pavillon wird die Photovoltaik verfremdet, abstrahiert und fassadenfein gemacht:
Die Materialhaftigkeit dünner, untereinander verschalteter Kupferbänder innerhalb eines Glas - Glas - Dünnschichtmoduls inszenieren wir zum „Fassaden-Vorhang“ für den Pavillon.

Eine neue Technologie, ein 1cm breites Endlos-Kupferband, wird zur Photozelle verarbeitet (CiSCuT
Kupfer/Indium/Disulfid), nach architektonischen Anforderungen flexibel zu Dünnschichtmodulen verschaltet und als 25cm starkes, 400kg schweres Glas/Glas-Solarmodul bereitgestellt: außen die homogene, anthrazitfarbende, fotoaktive Frontseite, innen das sinnliche Leuchten der Kupferfläche.

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Die Verschaltung der 1,05x3,95m großen, in Stahl gerahmten Fassadenelemente wird mittels
Randanschlußdosen und einer Kabelführung innerhalb des Rahmenprofiles unsichtbar realisiert.

Die Technologie zeichnet sich durch die Verarbeitung von diffusen Lichtsituationen aus, so dass ein Einsatz umlaufend auch an der Nordfassade sinnfällig ist. Zusätzlich zur Fassade wird die Fläche, die sich oberhalb der Stützen als ganz leichtes Satteldach abbildet, mit einem Dachdichtungssystem mit integrierten Photovoltaik-Dünnschichtmodulen bestückt (System Alwitra Evalon Solar).

Der Pavillon ist mit seinem abstrakten Erscheinungsbild ein Sonderling auf dem Campus und soll auch durch Sondernutzungen erobert werden.
Als Angebot an die Studenten aller Fachgebiete soll er übergreifend fungieren; zu wechselnden
Ausstellungen, Rauminstallationen und Veranstaltungen anstiften.

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