Zona scolastica a San Candido

Concorso 2014 - 3° Premio

AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni · Zona scolastica a San Candido
AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni

Städtebauliches Konzept.
Die bestehenden Baukörper der westlich liegenden Mittelschule, sowie das Gebäude der südlich gelegenen
Feuerwehr, werden gänzlich abgebrochen. Der Gebäudetrakt der Oberschule bleibt unverändert erhalten.
Der neue Baukörper der Mittelschule liegt auf der Fluchtlinie der westlich gelegenen
Haupterschließungsachse, bildet den neuen Eingang zu den Schulen und verleiht dem gesamten Schulareal
ein neues, innovatives Erscheinungsbild.
Die Entwurfslösung legt einen städtebaulich öffentlichen Freiraum fest, der das gesamte Schulareal
kennzeichnet: Zwischen den Schulgebäuden entsteht eine auf zwei verschiedenen Ebenen liegende
Freifläche, die als Pausen- und Eingangshof dient. Die Gestaltung der Höfe auf verschiedenen Ebenen
ermöglicht zugleich die nutzungsgerechte Trennung der Pausenflächen und die beste Belichtung der
darunter liegenden Werkstätten.
Die Anordnung des neuen Gebäudes und die Verlegung des Mittelschuleinganges auf die Südseite
ermöglichen den getrennten Zugang zu allen Schulen von der verkehrsberuhigten Freisinger Straße aus,
womit der Innenhof als geschützter Freibereich gestaltet werden kann.
Die sich nach Süden öffnende, durchsichtige Eingangshalle der neuen Bibliothek und die Überdachung des
Eingangbereiches der Mittelschule ermöglichen es, die aus Süden und Norden erfolgenden
Erschließungswege aufzufangen, und ins Gebäudeinnere bzw. in den Innenhof zu leiten.

AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni · Zona scolastica a San Candido
AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni

Architektonisches Konzept und Funktionen.
Die lineare, puristische Geometrie des neuen Mittelschulgebäudes verleiht dem gesamten Schulareal ein
innovatives Bild und definiert einen klaren zentralen und städtischen Eingangsraum des Schulareals.
Im Innenraum sind die Klassen und die Gemeinschafts- bzw. Aufenthaltsräume so angeordnet, dass sich
drei klar erkennbare Lerngemeinschaften bilden.
Die freie Bewegungsmöglichkeit, die flexibel geplanten Trennungselemente und die raumübergreifenden
Blickkontakte lassen ein vielfach nutzbares Lern- Ambiente entstehen, das dem Wohlempfinden eines
privaten Wohnraums entspricht.
Offene, halb offene, geschlossene Räume sind in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden. Die
Architektur selbst wird sowohl mit ihrer Raumgestaltung als auch mit den Detaillösungen, erlebte und
erlebnisreiche Lernlandschaft.
Die Bibliothek wurde auf drei ebenen konzipiert: jede Ebene entspricht einer spezifischen Nutzung –
Mittelschulbereich, Oberschulbereich, öffentlicher Bereich mit Eingang oder Lese- und Lernbereich, Tauschund
Kommunikationsbereich, Medien- und Archivbereich – und erhält, durch eine gezielte Lichtführung, eine
den verschiedenen Nutzungen entsprechende Lichtqualität.
Auf Erdgeschossniveau steht die Bibliothek im direkten Kontakt zur Straße am Eingang der Schulsiedlung
und öffnet sich mit großzügigen Verglasungen zum öffentlichen Außenbereich. In den Sommermonaten ist
eine Ausdehnung der Bibliothek auf den öffentlichen Außenflächen möglich, womit ein städtischer Ort für
Kultur und Erkenntnis entstehen kann.
Die gemeinnützigen Räume der Mensa sowie die Bibliothek und die Aula Magna sind, wegen ihrer Lage, von
jeder Schule des Schulkomplexes aus über den Pausenhof bzw. über die verkehrsberuhigte Freisinger
Straße ungehindert und direkt erreichbar.
Im dreigeschossigen Gebäude der Mittelschule wird das eher öffentliche Erdgeschoss, mit Eingang und
gemeinnützigen Funktionen, von den rein schulisch genutzten Räumen der Obergeschosse getrennt. Im
ersten Obergeschoss befinden sich die Verwaltung und eine Lerngemeinschaft bestehend aus drei
Normalklassen mit Lernwerkstatt und Nebenräumen, im zweiten Obergeschoss sind zwei weitere
Lerngemeinschaften angeordnet.
Ziel der funktionalen Planung war zugleich die Bildung eines klaren, eindeutigen Erschließungsweges und
die weitmöglichste Flexibilität für die Raumgestaltung.
Im Innenraum der Oberschule ist, um dem Bedürfnis der Klassenerweiterung entgegenzukommen, als
einziger Eingriff die Neuanordnung der Trennwände vorgesehen.
Auf die Orientierung und Belichtung der Schulklassen, sowie der Aufenthaltsräume (Lernlandschaft), wurde
besonderes Augenmerk gelegt. Die positive Einwirkung der Sonneneinstrahlung auf das psychische
Wohlempfinden von Kindern und Jugendlichen wurde maßgebendes Element der architektonischen
Planung.

AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni · Zona scolastica a San Candido
AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni

Wirtschaftlichkeit.
Die gewählte Konstruktion des neuen Schulgebäudes ist eine Stahlbeton-Skelettstruktur. Diese ermöglicht
die höchste Flexibilität in der Innenraumgestaltung. Die gewählten Materialien sind stark beanspruchbar, und
großteils wartungsfrei. Die einfache Geometrie der gewählten Architektur trägt erheblich zur Verringerung
von Planungs- und Baufolgekosten bei. Planungs- und Bauleitungskosten sind durch die erreichte
Rationalität des Funktionsschemas und der Konstruktion leicht zu prüfen und im Griff zu halten.
Die Kompaktheit des neuen Baukörpers trägt erheblich zur Verringerung der Wärme übertragenden
Umfassungsflächen bei. Die Außenschicht des Gebäudes wird mit einer genau dimensionierten
Außendämmung versehen und durch Anwendung von Verkleidungselementen als hinterlüftete Fassade
ausgebildet. Die Verglasungen entsprechen den Eigenschaften eines Klimahaus A Standards und den
technischen Schulbaurichtlinien. Die auf der Süd- und auf der Westfassade vorgesehenen großzügigen
Verglasungen ermöglichen eine gute passive Nutzung der Sonnenenergie in den Wintermonaten. Systeme
für die Erzeugung von erneuerbaren Energien wie Geothermie und Fotovoltaik sind problemlos einsetzbar.
Damit werden die Klimahaus A - Anforderungen erreicht.

×