Scuola elementare Sarentino

Concorso 2015 - 1°Premio

AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni, GAPProgetti · Scuola elementare  Sarentino
AREA Architetti Associati Pauro-Fregoni

Architektonische Qualität

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Interpretation der Entwurfsaufgabe und Umgang mit dem Bestand. Die Entwurfslösung legt einen städtebaulich öffentlichen Freiraum fest, der das gesamte Schulareal kennzeichnet. Die bestehende Grundschule wird abgebrochen. Der neue Baukörper trennt das Grundstück in zwei Höfe. Auf der Südseite entsteht eine neue, Richtung Osten leicht abfallende Freifläche, die als Pausenhof dient. Auf der Westseite des Grundstücks bleibt hingegen eine kleinere Fläche frei, die als Eingangs- bzw. Pausenhof der Grundschule vorbehalten bleibt. Damit ist auch die gewünschte Trennung der Schuleingänge bestens gewährleistet.
Die lineare, puristische Geometrie des neuen Schulgebäudes verleiht dem gesamten Schulareal ein innovatives Bild und definiert zwei klare zentrale und städtische Eingangsräume des Schulareals.

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Qualität der Räume und Freiflächen, Erlebniswert der Räume und Freiflächen. Die klare Geometrie der Höfe und die Grüngestaltung der Freiflächen verleihen den Räumen einen besonderen Reiz. Die Pausenhöfe erhalten die Qualität eines Parks mit großzügigen Wiesenflächen, beschattet durch Bäume und Büsche.

Einbindung in den umbauten Kontext. Der neue Baukörper nimmt mit seiner Form zwei verschiedene orthogonale städtebauliche Raster auf, was sich in der Anordnung der Außenwände, und somit auch im Grundriss widerspiegelt. Die entstehenden Gebäudefluchten ordnen die Freiflächen und verbinden alle Gebäude des Schulareals. Selbst die Musikschule wird eingebunden womit diese sowohl von der Grund- als auch von der Mittelschule aus direkt erreicht wird.

Lichtführung und Wegeführung. Im Innenraum sind die Klassenräume so angeordnet, dass sie auch nach Außen drei klar erkennbare Blöcke bilden. Die zwischen den Klassenblöcken verbleibende Räume beherbergen die Lernwerkstätte und die Erschließungswege. Hier sind durch die geplanten Öffnungen verschiedene und gezielte Blicke Richtung Landschaft möglich. Das Licht dringt auch von oben durch eine entlang der Treppe geführten Deckenöffnung in diese Zwischenräume ein. Auf die Orientierung und Belichtung der Schulklassen, sowie der Aufenthaltsräume (Lernlandschaft), wurde besonderes Augenmerk gelegt. Die positive Einwirkung der Sonneneinstrahlung auf das psychische Wohlempfinden von Kindern und Jugendlichen wurde maßgebendes Element der architektonischen Planung.

Funktionale Aspekte

Ziel der funktionalen Planung war zugleich die Bildung eines klaren, eindeutigen Erschließungsweges und die weitmöglichste Flexibilität für die Raumgestaltung. Das Raumprogramm wurde mit einem geringen Bauvolumen und bester Funktionalität im neuen Baukörper gänzlich erfüllt. Die Funktionsbereiche sind auf vier Geschossen angeordnet, so dass sich die Klassenblöcke immer in den Obergeschossen, die gemeinnützigen Funktionen im Erdgeschoss befinden. Die Mensa wurde so positioniert, dass für die Grund-, als auch für die Mittelschüler ein kurzer Erschließungsweg gewährleistet ist.
Übersichtlichkeit und Orientierungsmöglichkeit, Erschließung. Die Treppe liegt in unmittelbarer Nähe des Eingangbereichs, damit sich die Schüler gut orientieren können. Im direkten Kontakt mit dem Foyer ist der Umkleide- bzw. Garderobenbereich geplant worden. Diese beiden dem Bereiche verschmelzt zu einem einzigen Raum.
Im Innenraum sind die Klassen und die Gemeinschafts- bzw. Aufenthaltsräume so angeordnet, dass sich drei klar erkennbare Lerngemeinschaften bilden.
Die freie Bewegungsmöglichkeit, die flexibel geplanten Trennungselemente und die raumübergreifenden Blickkontakte lassen ein vielfach nutzbares Lern-Ambiente entstehen, das dem Wohlempfinden eines privaten Wohnraums entspricht.
Offene, halb offene und geschlossene Räume sind in einem ausgewogenen Verhältnis vorhanden. Die Architektur selbst wird sowohl mit ihrer Raumgestaltung, als auch mit den Detaillösungen erlebte und erlebnisreiche Lernlandschaft.

Einhaltung allgemeinrechtlicher Belange. Die Vorgaben der Schulbaurichtlinien wurden eingehalten. Die Brandschutzanforderungen wurden durch die Einführung einer zweiten Treppe, die alle Geschosse verbindet, eingehalten.

Wirtschaftlichkeit in Realisierung, Erhalt und Betrieb

Bautechnische Aspekte, Materialwahl, Instandhaltung. Die gewählte Konstruktion des neuen Schulgebäudes ist eine Stahlbeton-Skelettstruktur. Diese ermöglicht die höchste Flexibilität in der Innenraumgestaltung. Die gewählten Materialien sind stark beanspruchbar, und großteils wartungsfrei: die Außenwände sind aus hoch- dämmendem Ziegelmauerwerk, verputzt, im Innenbereich sind die Wände einfach verputzt oder als Holzmöbelsystem konzipiert, die Böden aus Holzparkett.

Technische Machbarkeit. Die einfache Geometrie der gewählten Architektur trägt erheblich zur Verringerung von Planungs- und Baufolgekosten bei. Planungs- und Bauleitungskosten sind durch die erreichte Rationalität des Funktionsschemas und der Konstruktion leicht zu prüfen und im Griff zu halten.

Umgang mit Umweltressourcen und Energiehaushalt. Die Kompaktheit des neuen Baukörpers trägt erheblich zur Verringerung der wärmeübertragenden Umfassungsflächen bei. Die Außenschicht des Gebäudes wird mit einer genau dimensionierten Außendämmung versehen und teilweise durch Anwendung von Verkleidungselementen als hinterlüftete Fassade ausgebildet. Die Verglasungen entsprechen den Eigenschaften eines Klimahaus A Standards und den technischen Schulbaurichtlinien. Systeme für die Erzeugung von erneuerbaren Energien wie Geothermie und Fotovoltaik sind problemlos einsetzbar. Damit werden die Klimahaus A - Anforderungen erreicht.

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